Archive for November 2010

Ich habe leider kein Foto für Dich

November 28, 2010

So. Jetzt ist es amtlich. Werde nächstes Jahr nicht mehr bei meinem jetztigen Arbeitgeber sein. Es gab letzte Woche die sog. Verlängerungsgespräche und mein Abteilungsleiter, der es mir wohl übel genommen hatte daß ich hatte anklingen lassen weg zu wollen, meinte er könne mir keine Verlängerung geben – der Zahlen wegen. Eine ziemliche Farce, zumal dieser Vollidiot nichtmal gut Theater spielen konnte. Aber gut, dieser Hampelmann hat keine Ahnung was ich kann/nicht kann. Weiß ich von Leuten mit ziemlich miesen „Zahlen“, die um ein ganzes Jahr verlängert wurden. Egal. Ende. Aus.

Es ist gut das ich mich dort nicht weiter quäle. Habe zudem Ehemalige kennengelernt, die – man staune – alle sagen, daß Sie so einen Umgang wie DORT nie wieder erlebt hätte. Mann kann also sagen: verlaß den Laden und werde glücklich (und das ganz ohne Ironie). Meinte eine sogar wörtlich zu mir…. Hmmm…

Allerdings war ich letzte Woche das erste Mal mit Kollegen aus, Mittwoch und Freitag. Sehr amüsant und aufschlußreich 😉 Freitag war ein Betriebsbesäufnis (findet jeden Monat einmal in einem Hotel statt). Weißwein, Rotwein und Bier bis zum abwinken und natürlich gratis. Mit den Häppchen ist man allerdings ein wenig geizig, wie ich finde…. das Ganze beginnt um 17:30 und endet offiziell um 20:00 – mit allgemeiner Volltrunkenheit. Kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so dicht war…. oi. Danach fuhren wir (also das Grüppchen in dem ich mich zufällig befand) mit dem Taxi (!!!) zum Rembrandtplein (keine 2 km für ungeschlagene 7,80 €) um dort in einer australischen Kneipe zu versacken. Um Mitternacht war der Abend dann zur Ende *G*. Habe dort zwei Mädchen getroffen, die bei Tommy Hilfinger arbeiten…. angeblich suchen die Leute, wer weiß…. Hab jedenfalls die Emailadresse von einer der beiden bekommen.

Auch habe ich mich mittlerweile das erste mal richtig auf holländisch beworben hier. Als Arbeitskraft für soziale Medien bei G-Star. Ist ja doch etwas anders als wenn einen ungefragt Leute anrufen und einem eine Stelle vermitteln wollen (samstag wieder geschehen, hab aber abgewunken).

Donnerstag war ich dann noch zur Vorpremiere von La cage aux folles im neuen DelaMar-Theater. Durch gute persönliche Beziehungen ging das mit Freikarten ;-).

Es ist also ganz evident, das in meinem Leben doch eine Reihe Dinge geschehen die durchaus positiv sind. Wobei ich immernoch nicht in Antwerpen war, obwohl ich es mir fest vorgenommen hatte. Dafür hab ich hier nen Belgier kennengelernt vor einer Woche – sozusagen als Ersatz *lach*. Er hat sich erboten demnächst für mich zu kochen… und bei (guten) Essen kann ich bekanntlich nie nein sagen *G*

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Stille

November 21, 2010

Das Wochenende ist vorbei und eine turbulente Woche liegt hinter mir. aber wie man sieht lebe ich noch! Jawohl!

War gestern auf einem Geburtstag in einem Studentenwohnheim in Amstelveen. Die Leute dort haben alle ein Zimmerchen mit Bad und Balkon. Die Küche ist geteilt. Sowas hätte ich auch gerne *seufz*

Um 4:00 nachts versuchte ich dann nach Hause zu kommen. Ein Himmelsfahrtskommando wie sich herausstellte… Die Nachtbusse waren allesamt zu spät. Ich habe alles verpaßt was man verpassen konnte und habe mehr als 2 Std. benötigt um eine Strecke von etwa 20 Busminuten hinter mich zu bringen…. d.h. das ich also etwa 100 Minuten in der Kälte stand. Irgendwann innerhalb dieser 100 endlosen Zeiteinheiten kam ein illegales Taxi vorbei (in dem natürlich ein Neger saß), welches mich für 10 Euro nach Hause gebracht hätte. Leider war ich so schlau gewesen mein Portemonnaie zuhause zu lassen und nur jämmerliche 5 € einzustecken… achja…. Nächstes Mal lauf ich!

Was auf dem Geburtstag aber so toll war, ich habe seit langem mal wieder mit jungen Leuten gesprochen die mich verstehen konnten 😉 Ist ja meinstens nicht so der Fall und ich konzentriere mich allgemein eher auf Leute die älter sind als ich.
Jedenfalls fand ich es so ungemein beruhigend, daß meine Ängste und wirren Gedankengänge kein Produkt meines kranken Geistes sind, sondern von anderen Leuten genauso erlebt werden. Die Unsicherheit als Kennzeichen der Zeit und als Schicksal einer Generation *lach* Ach ich werde theatralisch! Morgen muß ich wieder früh raus. Schaffen, Schaffen – aber ohne Häusle bauen.

Die Woche hat auch mein werter Herr Papa Geburtstag. Ich wurde für nächstes Wochenende eingeladen. Aber ich will nicht schon wieder nach Deutschland fahren. Einmal im Monat reicht völlig. Und außerdem habe ich keine Lust auf Vaters Wiegenfest. Ich will lieber nach Antwerpen fahren! Mein nächstes kleines Projekt ist das. Man muß auch mal Dinge tun die einem Spaß machen gelle – sonst weiß man nicht das man lebt *G*.

In diesem Sinne – habt Spaß 😉

Irrlicht

November 17, 2010

Ich bin unwürdig!

Hatte heute ein Vorstellungsgespräch. 10 Minuten von meiner Bleibe entfernt – hinter dem Bahnhof Biljmer ArenA wo sich ein neues Viertel mit Bürohochhäusern, ein Multiplexkino, diverse Möbelhäuser und einem Mediamarkt in den bleigrauen Herbsthimmel streckt.

Das Gespräch lief wohl ganz gut – denk ich. Man stellte mich dem Chef vor und sagte ich wäre einer von drei eingeladenen Kandidaten und das es ggf. ein Zweitgespräch geben werde. Oha. Ich war so nervös. Der Personalchef war so um die 60 und durchschaute mich sofort. Unglaubliche Menschenkenntnis. Jedenfalls denke ich, daß der es mich auch zeitig wissen lassen wird ob es etwas oder nichts geworden ist. Weiß nicht mal ob ich diese Stelle überhaupt wollen würde. Weiß eigentlich so wenig zur Zeit…

Wie auch immer. Hatte dabei aber ein entscheidendes AHA-Erlebnis. Ich brauche ja immer Aufwecker…. Jedenfalls war ich nach einer Bemerkung dieses Herren („Tegen een contractverlenging moet je nooit nee zeggen. Je kunt altijd zelf ontslag nemen.“) von dem Gedanken beseelt doch nicht selbst zu kündigen wo ich jetzt bin, sondern die Vertragsverlängerung abzuwarten. Ganz wahnwitzig. Ich hatte nach einem Vorstellungsgespräch – welches doch gar nicht schlecht war – das Gefühl, daß ich mit meiner Entscheidung eine mögliche Vertragsverlängerung im Voraus abzulehnen (bei einer Firma die ich ablehne), einen schlimmen Fehler getan hatte, den ich unbedingt wieder ungeschehen machen wollte.

Wenn Sie mich dann nicht wollen, gut. Aber wenn Sie mir verlängern, desto besser. Dann nage ich wenigstens nicht am Hungertuch das nächste halbe Jahr.

Also bin ich das angegangen ;-). Habe für diese Aktion einige Haken schlagen müssen. Erst mit einem Gruppenleiter (der auch zum Verein gehört und mir wohlgesonnen ist) und mit dem Obermacker gesprochen. Erst danach mit IHR. Denn SIE ist ein großes Problem…. meine direkte Vorgesetzte. Naja. Endes des Jahres wird Sie sich verdünnisiert haben. Aber bis dahin muß ich es noch mit dieser Person aushalten, Gott sei’s geklagt!
Zum Glück war noch nichts offiziell und schriftlich, d.h. ich werde kommende Woche im Verlängerungsprozess mit der Personalabteilung besprochen. Mal sehen. Jedenfalls gibt mir das jetzt wieder ein halbwegs sicheres Gefühl. Dafür würde ich zur Zeit eine Menge geben…. oh ja. Sich ein halbes Jahr keine Gedanken um eine neue Stelle machen müssen – einTraum!

Dieses grauenhafte Unsicherheitsgefühl hat in den Tagen nachdem ich in der Arbeit abgesagt hatte so stark zugenommen und mich so gequält, daß ich glaube, eine Zeitlang eher mit widrigen Arbeitsverhältnissen als mit zuviel Unsicherheit leben zu können….. ist das normal?

Meine Stimmung hat sich dadurch jedenfalls merkbar gehoben. Puh. So kann ich in Ruhe nach was neuem suchen und der Druck läßt temporär nach. Jedoch bedeutet eine Verlängerung, daß ich Heiligabend und Silvester arbeiten muß…. verschmerzbar, denn ich bekomme immerhin Geld dafür *seufz*.

Darf mich nur nicht in meiner Situation einrichten…. sonst finde ich mich hier wieder nörgelnd über mein selbstgewähltes Unglück. D.h. nicht bequem werden, nicht nach lassen. Immer weiter, weiter, weiter suchen nach was Besserem 🙂

So, bin durch für heute – brauche eine Nervenkur!!!

Ende im Gelände

November 12, 2010

Heda werte Leser!

Dieses Wochenende bin ich mal wieder im verrauchten Ruhrgebiet. Gestern abend bereits kehrte ich mit dem internationalen Schnellzuge heim ins Reich.

Es war und ist wohl immernoch wieder Zeit für Veränderungen in meinem kleinen Leben…. Ich habe meiner Chefin gestern gesteckt, daß Sie sich nicht um eine Vertragsverlängerung für mich bemühen muß. Werde also Endes Jahres nun ganz offiziell nicht mehr in diesem Saftladen von Firma tätig sein.

Um dann nicht auf der Straße zu landen, habe ich mich nun endlich, endlich um eine neue Stellung bemüht, d.h. mein Profil bei Monsterboard frisiert. Mit durchschlagendem Erfolg. Wurde diese Woche 2 mal schriftlich und 2 mal telefonisch behelligt. Jetzt hab ich kommenden Mittwoch ein Vorstellungsgespräch bei einer IT-Firma 10 Minuten von wo ich wohne ;-).
Bei der Firma aus der Nähe von Antwerpen hat man mich unmöglicherweise auf die Wartebank gesetzt. Ich soll mich in 2 Wochen nochmal melden – weil man da wohl zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist…. Soviel zum Thema Professionalität…. Naja. Die Stelle war wirklich schön. Aber es werden noch genug andere kommen. Das habe ich mir nun vorgenommen zu glauben!

Hier habe ich heute einen kleinen Marathon hinter mich gebracht. Zwei Banken, Telefonanbieter, Drogeriemärkte, 3 Zugfahrten. Habe mein Schließfach, Konten und Sparbücher aufgelöst, Adressen für Telefon, Lebensversicherung und Anwartschaft ändern lassen, eine Hausratsversicherung gekündigt UND mich total aus Deutschland abgemeldt – amtlich! Irgendwann gegen 17:00 war ich mit allem fertig und mein Wochenende konnte beginnen. Endlich 🙂 Werd’s mir versuchen nett zu machen bei Mutter und Co. Habe ganz alte Bettwäsche von mir rausgekramt. Biber mit Raupenmuster *grins*. Hach! Es so schön mal wieder Kind zu spielen…..

Achja – hier noch das Fundstück der Woche 😉 Mein Liedlingsduo der 70er – Cindy & Bert! Sehnsuchtserfüllende Musik wenn man so möchte…


Dieses Leben, das ist eine Wanderschaft
Zu dem Ziel, das man nur miteinander schafft.
Geh ich dann, weil’s sein muß, mal ein Stück allein,
Sag ich: Kopf hoch, Schatz, du mußt nicht traurig sein.

Ich komm‘ bald wieder, wieder vorbei.
Und uns’re Liebe blüht wieder neu.
Wenn ich auch gehn muß, nimm das nicht schwer.
Ich komm‘ bald wieder, wieder hierher.

So ein Abend, der voll schöner Stunden ist,
Ja, der zeigt, wie sehr man doch verbunden ist.
Doch der Abend geht so schnell vorbei
Und dann ist es wunderbar, wenn man sich sagen kann:
Ich komm‘ bald wieder, . . . . .

Die Musik ist eine Sprache, die vereint und
Sie spannt ein festes Band von Freund zu Freund.
Mit dem Lied im Herzen fängt die Liebe an
Und wenn wir uns trennen, da versprech ich dann:
Ich komm‘ bald wieder, . . . . .

Spellbound

November 7, 2010

Hossa! Da bin ich schon wieder 😉 Hatte doch noch einen schönen Sonntag und ein gute Samstagnacht. War – trotz Depristimmung und Unlust – aus. Eine gute Entscheidung. War auf einer alternativen Party in einem besetzten Haus. Ganz viel linkes Rattenpack dort. Und die Leute waren wirklich das komplette Gegenteil von den geklonten La Demence Schwuletten (die sahen da alle gleich aus: raspelkurzes, oder gar kein Haar, leicht muskulös, leichte Sonnenbankbräune, Ziegenbart und mindestens einen Kopf kleiner als ich). Auf der Spellbound war die Variation ungleich größer. Sprach mit einem Weißen aus Simbabwe, einem Schweden (der gar nicht nordisch aussah), einem Amerikaner der Holländer geworden war und einem Surinamer. War cool! und schön günstig 😉
Für 17 € war ich drinnen und sehr betrunken. La Demence letztes Wochenende war schon bei Eintritt 25€ teuer. Dort hab ich dann auch nichts mehr zu trinken gekauft, sondern hing regelmäßig über dem Trinkbrunnen *G*. Im Gedenken daran hier noch ein Lied das ich dort zum ersten Mal hörte….

Habe ein Entscheidung getroffen. Egal was passiert. Ich werde nach Ende dieses Jahres nicht mehr in meiner jetztigen Firma sein. Und wenn ich nach Deutschland zurückkehren muß! PUNKT! Es muß und wird etwas besseres geben. D.h. noch 7 Wochen…. je nach dem ob ich in dieser Zeit nicht zufällig kränklich werde sollte… Wer weiß *G*. Donnerstag fahr ich erstmal wieder Heim ins Reich um meinem alten Nachbarn, Frau Mama und meine Großeltern wieder zu sehen. Wird Zeit!

Wenn ich Glück habe, geht das Vorstellungsgespräch am Dienstag auch durch und man nimmt mich – das wäre so wunderbar!

La demence!

November 6, 2010

Atomium - Laken


Brusselse Expo


Ich war letztes Wochenende wieder in Brussel! Es war so toll! Dieses Mal war ein Freund aus Köln mit und wir sind auf die berüchtigte La Demence Party gegangen. War richtig geil 😉 2000 Kerle, fast alle oben ohne, tolle Musik, super Line-Up, gute Stimmung, heftigst voll und irgendwann begann das Kondenswasser von der Decke zu tropfen… Hab noch nirgends so offenen Gebrauch und Handel verbotener Betäubungsmittel gesehen *lach*

Kaasmarkt


Grote Markt bij nacht

Wir waren von 23:00 bis 5:40 dort drin….. es wäre noch bis 12:00 weitergegangen….. hachja. Könnte mich wirklich an die Stadt gewöhnen.

Toren Stadhuis


Kunstberg

Amsterdam ist zur Zeit etwas uninteressant. Und bedrückend dazu. Der Herbst hier macht einen depressiv. Außerdem finde ich meine Arbeit zur Zeit extrascheiße und muß zusehen das ich bis Januar was neues finde. Sonst lande ich auf der Straße – oder bei Mutti im Gästezimmer…

Man hat mir über eine mögliche Vertragsverlängerung keine Illusionen gemacht (wobei das noch nicht endgültig entschieden ist), aber ich werde nicht so lange warten dis ich wirklich weiß ob ich dort noch bleiben kann. Viel interessanter ist, ob ich dort bleiben will. Eigentlich kann ich den Saftladen nicht mehr sehen – gehe aber trotzdem jeden tag dorthin…. bin Lohnsklave geworden! Mein Geist verkümmert, ich werde schwermütig, mein Rücken wird krumm…. alles Gründe um nicht bleiben zu wollen.

Hatte heute morgen einen schweren Anfall von Kurzzeitdepression. Dachte ich müßte mich umbringen, weil meine Zukunft zo ungewiß ist. Vielleicht war das ein bißchen überzogen, aber ich möchte doch endlich ein wenig Sicherheit in meinem Leben. Nicht für 6 Monate, sondern unbefristet.

Weiß nun nicht was ich dieses WE mit mir anfangen soll….. wollte ausgehen, aber bin viel zu träge. Habe heute das Haus nicht verlassen. Bin die ganze Woche in diesem schrecklichen Trott: arbeiten, essen, schlafen, arbeiten usw. Wie ein Alptraum.

Evtl. habe ich Dienstag ein Vorstellungsgespräch in Rotterdam, für eine Stelle in Zeeuws Vlaanderen. Das ist so ziemlich im Nirgendwo zwischen Nordsee und Belgien. Der einzige Lichtblick dieser Gegend ist die Nähe zu Antwerpen. Mal sehen wie das geht. Die suchen einen deutschen Muttersprachler, der gut Niederländisch kann und was von Statistiken versteht. Wurde – mal wieder – ohne mein Zutun angesprochen. Man telefonierte mir hinterher ;-)). Aber wie gesagt, daß ist ein noch nicht gelegtes Ei. Hoffe kein Windei!

Bis die Tage!