Archive for April 2010

Wrack in Bewerbung

April 29, 2010

Hossa!

Immer noch leide ich an meinem Hals…. am besten wäre, man hätte gar keinen! Bekomme mittlerweile ziemlich heftige Schmerzmittel – der Arzt meinte „danach kommen nur noch Opiate“…. tja. Wir sehen also, ich befinde mich, körperlich gesehen, nicht wirklich gut. Mußte bereits meine Nebentätigkeit für diese Woche drangeben. Habe den Mittag dann verschlafen und den Rest des Tages Bewerbungen und Dingen die dabei dienlich sein könnten gewidmet. *seufz*
Es zieht sich wie ein zähes, altes Kaugummi. Ich finde diesen Bewerbungsmarathon zuweilen wirklich belastend. Allerdings schafft es mein sehr verehrter Herr Vater mir diesbezüglich oftmals neue Impulse zu geben. Heute z.B. meinte er am Telefon ich könne mich hier, da, dort und auch noch wo ganz anders bewerben. Nun – sicherlich! Aber dafür brauche ich Ruhe und Wohlsein. Vielleicht stellt sich Letzteres bald ein…. es bleibt zu hoffen! Bin auch irgendwie nicht belastbar….. hmmmm….

Was mich immer so mitnimmt ist die schier unglaubliche Dummheit meiner Mitmenschen. Einer meiner Vorgesetzten, so stellte sich die Tage heraus, ist nicht mal in der Lage eine einfache Statistik richtig zu lesen – und von diese Person muß ich mir was sagen lassen! Der hat noch nicht mal Abitur!!!! Es ist wirklich unfaßbar. Ester Vilar sagt ja in ihrem Buch Der betörende Glanz der Dummheit, daß Dummheit an sich Erfolg und Reichtum bedingt (wobei sie Dummheit als Mangel von Phantasie und Empathie versteht). D.h. je mehr einer nach Schema F handelt und eben NICHT nachdenkt, desto erfolgreicher wird er. Fast so wie beim Peter-Prinzip. Das ist übrigens eine ganz tolle Sache! Jede Hierarchie neigt dazu ihre Mitglieder so lange zu befördern, bis sie ihre persönliche Stufe der Inkompetenz erreicht haben. Wenn sie diese überschreiten, sind sie zwar ganz oben, können aber nicht mehr mit der Situation umgehen, weil sie für diese Aufgabe zu dumm, zu führungsschwach oder sonstwie perönlich oder fachlich unpassend sind. Dann kann man sie aber nur noch wegloben – um sie endlich los zu werden – und das geht dann nur noch weiter nach oben, denn wer schon mal weit gekommen ist, der ist äußerst schwierig zu degradieren.
Das ist ein wunderbarer Ansatz um zu erklären, warum die allermeisten verantwortlichen Positionen von Menschen ausgefüllt werden, die für selbige nicht geeignet sind und daher ihrer Funktion nicht mehr gerecht werden können – die Arbeit wird dann von den Menschen (mit)erledigt, die ihre Stufe der Inkompetenz noch nicht erreicht haben.

Dazu ein kurzes Beispiel, ein kleiner Lokalpolitiker wird irgendwann mal in den Kreistag gewählt und macht seine Sache dort gut (so „gut“ wie ein Politiker eben eine Sache machen kann). Daher wird er in den Landtag entsandt, wo er aber nicht mehr wirklich klarkommt, da dort alles eine Nummer größer ist. Er wird zu einem Problem, nervt, stört. Also setzt man ihn kurzerhand auf eine Liste für’s Bundesparlament und bei der folgenden (oder übernächsten) Wahl hat er Glück und landet – ohne das er selbst etwas getan hätte – im Reichstag. Von dort wird er dann nach Brüssel weitergereicht oder in einen Firmenvorstand. Na? Alles klar? 😉 Je höher die Positionen, desto größer ist auch die Inkompetenz….

Kurz noch was anderes. Ich möchte hiermit allen fleißigen Lesern dieses Blogs für ihr bestehendes (und hoffentlich noch weiter steigendes) Interesse danken :-). Diesen Monat hatte ich schon fast 250 Klicks *freu*

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I’m the one!

April 25, 2010

Mein neuer Ohrwurm 😉 Und ganz nebenbei mein 105. Eintrag *jubel*

Hausfräuliche Prostitution

April 25, 2010

Holldriho!

Ich habe die ganze Woche gearbeitet. Kein wirkliches Novum, aber ein Ereignis das schon länger zurück liegt. Bei meiner kleinen Nebentätigkeit von 10-14:30 habe ich meistens Personen über 70 am Telefon, was im Allgemeinen relativ undankbar, im Speziellen aber doch wieder sehr erheiternd sein kann.
Erheiternd sind auch meine Kollegen, die sogenannten. Hausfrauen und Studenten. Und ich kann gar nicht sagen wie dumm Studenten und Hausweibchen sein können. Nicht das das etwas ungewöhnliches wäre – oh nein! Damit passen sie sich dem Bevölkerungsschnitt nur an (oder bedingen sie ihn?!) und stellen meine, doch relativ kurze, Geduld auf die Probe.

Zum einen ist da ein Freak, der natürlich meint er wäre keiner, von dem aber selbst der Abteilungsleiter sagt er wäre „speziell“…. Ich habe in den Telefonpausen mal eine Wortsammlung zu ihm gemacht: manisch, cholerisch, psychotisch, zwangsneurotisch, Typ Diederich Heßling, ein Untertan usw. Der sagt in seinen Interviews alle Nase lang „in Ordnung“ und hat eine Stimme, die anscheinend alte Damen verzaubert, mich aber zur Weißglut treibt! AHHHHHHHHHHH!

Dann ist da noch die Hausfrauenriege. Gelangweilte, untervögelte, bequeme, unterforderte Weiber Mitte 40. Die Kinder schon lange aus dem Gröbsten raus, Mann verdient ihr Geld und sie haben nix zu tun, oder können sich gegen die verzogenen Bälger sowieso nicht durchsetzen. Da kommen so geringfügige Beschäftigungen gerade recht. Dumm nur, wenn man vorher noch nicht einmal in seinem Leben Excel geöffnet hat… und Fragen können die stellen…. Habe ja seit der Lektüre von Ester Vilars Büchern die Spezies Hausfrau zu verachten gelernt! Nichts Persönliches gegen die ganzen Mütter, eher was allgemeines gegen diese Position. Am Ende ist es doch das Leben einer Prostituierten das die führen. Zwei mal die Woche die Beine breit machen für ihren Versorger und für die Zeit in der sie nicht mehr hübsch sind (sondern bratarschig und teiggesichtig) und er sie nicht mehr will, wird vorgebaut, indem man dem Manne Kinder an den Hals hängt – vorzugsweise zwei, in einem gebührlichen Abstand, damit niemand mehr auf die abwegige Idee kommen könnte man wäre jemals wieder arbeitsbereit, fähig oder willig. Das ist die teuerste Form von Prostitution überhaupt! Jedenfalls für den braven Gatten….

Stadtgarten


RWE-Turm / Stadtgarten


Rüttenscheider Str.


Walberg's am Stadtgarten / RWE-Turm


Apropos – der Frühling ist in Essen eingekehrt – wie man unschwer sieht *G*. Eine Pracht sondergleichen – wie jedes Jahr ;-). Die Magnolien stehen in voller Blüte, ebenso die Zierkirschen…. und Sonne! Sonne, Sonne, Sonne! Endlich – welch Labsal! Leider darf ich wegen meiner Antibiotika (hatte ja diese fiese Halsentzündung mehr als eine Woche lang) noch nicht so lange in die Sonne, sonst riskiere ich Pigmentflecken und Sonnenbrand. Wobei…. bin eh so der arische Typ – da tut zu viel UV-Strahlung nicht gut *lach* und Vornehmheit ist bekanntlich immernoch blaß!

Vulkanasche

April 20, 2010

Liebe Leute,

ich habe mich ja gewundert wie blau und klar der Himmel dieser Tage ist. Fünf Tage Flugverbot reichen aus und der Himmel klärt sich, Partikel verschwinden und die Luft läßt auf einmal eine unglaublich scharfe Sicht zu. Erstaunlich! Der Abendhimmel war heute ganz wunderbar – man konnte aber schon wieder die ersten Jetstreams sehen…. die sogenannten Ausnahmeflüge… Naja – morgen geht es vielleicht wieder an den Flughäfen los. Aber selbst das ist nicht sicher, da die Flugverbote ständig erneuert werden. War sicher wieder nur eine große Panikmache – so wie die Schweinegrippe von der am Ende auch fast keiner verreckt ist. Tsts….

Bin diese und folgende Woche wieder arbeiten – also nebenher. Telefonbefragung zur Kundenzufriedenheit eines städtischen Verkehrsunternehmens in Essen 😉 Hatte gestern und heute nur Ömmakes dran. Als ob diese Stadt nur aus Rentner besteht…. aber anscheinend ist arbeitende Bevölkerung hier wohl etwas rar *lach* oder sie steht nicht mehr im Telefonbuch – könnte genauso sein.

Plane übrigens schon meinen nächsten Amsterdamaufenthalt – und endlich, endlich auch meinen Brüsselbesuch! Bin gespannt ob es dort wirklich so schlimm ist wie ich in DeMorgen immer lese. Raubüberfälle, Schießereien, Drogenhandel, Waffenhandel, Kalschanikows, marokkanische Jugendbanden die die Polizei angreifen und mit Molotow-Cocktails und Pflastersteinen werfen …. irgendwie ist mein Bild ja doch sehr gefärbt… ich sollte mich selbst überzeugen. Wenn ich in einem Mob aufgebrachter Banditen aus dem Maghreb mein Leben aushauche weiß ich das es doch stimmt 😉 ansonsten hab ich vielleicht ein paar nette Tage in der europäischen Hauptstadt.

Bis auf weiteres….

Schijtwijf

April 17, 2010

Das Fundstück der Woche! Unglaublich!!! Ich schau hier in Deutschland ja gerne, wirklich gerne, GNTM (Germany’s next Topmodel) mit der ollen Heidi. Diese ganze Emo-Kacke ist nämlich teilweise wirklich sehr unterhaltsam. Zwar gibt es auch mal Auseinandersetzungen, aber man sieht dort selten echt ordinäre Ausfälle. In Holland, wo die Sitten bekanntlich rauer sind, scheinen andere Dinge opportun zu sein 🙂 Aber seht selbst….

Kurze Zusammenfassung: Tessa kommt zu spät zum Essen und es sind keine Kartoffeln mehr da. Daraufhin macht sie ein riesen Faß auf und legt sich mit allen an – obwohl ihr die anderen was abgeben wollen um die Situation zu lösen. Eine (die vorne links am Tisch) wagt zu widersprechen und ist ab da das Opfer von Tessa’s Ausfällen, was dann im Verlauf von den anderen kommentiert wird.

Die Höhepunkte dabei sind eindeutig „Hou je bek kind! Je bent zo lelijk als de nacht! …. Schijtwijf!“ (Halt dein Maul Kind! Du bist häßlich wie die Nacht!… Scheißweib!), „Je bent een groot stuk stront!“ (Du bist ein großes Stück Scheiße!) und „noem me geen schat, anders heb je straks een handdruk van een schat in jouw gezicht!“ (Nenn mich nicht ‚Schatz‘ sonst haste gleich einen Handabdruck von einem Schatz im Gesicht!)…. Ähem…. ja – ich fand’s lustig 🙂

Afrit Duitsland verspert

April 16, 2010

Ich war Donnerstag auf einer Jobmesse der niederländischen Bahnbetriebe, also bzw. der Ingenieurbüros die damit zu tun haben. Es war so… anders! Wieder einmal. Ein halber Tag Messe hat mehr gebracht als 1 Monat Suche in Deutschland…. ganz frappant.
Denke damit weiß ich schon wohin die Reise geht. Die Leute dort wollten wirklich, daß man sich vorstellt. Die Devise war „bei uns gibt es genug zu tun!“ Sie haben gefragt, waren interessiert, aber nicht auf so ne falsche Weise – keine Ahnung wie ich das beschreiben soll – es war einfach unerwartet, aber gut unerwartet.

Hab auch diverse Vorträge angehört. Z.B. über nonverbale Kommunikation im Vorstellungsgespräch oder wie man seine Bewerbungsunterlagen in Holland gestalten sollte.
Auch da – ganz klare Ansagen, kein umwolktes Personalergeschwurbel, keine Worthülsen – Fakten. Die Personalertante meinte ganz knallhart „Ich habe für jede Bewerbung 2 Minuten Zeit – 1 für das Anschreiben, 1 für den Lebenslauf. In der Zeit muß ich wissen was Sie wollen und was Sie können und warum ich Sie einladen sollte. Machen Sie es mir einfach!“ – Ja. Da weiß man dann woran man ist. Außerdem, keine Redundanzen, keine chronologischen Abfolgen sondern bitte a-chronologisch (man will schließlich wissen was man als letztes gemacht hat und nicht vor 20 Jahren mal), Lücken dürfen ruhig sein, nichts aufblasen und Dinge die für das konkrete Anschreiben nicht relevant sind, kann man einfach aus dem Lebenslauf rauslassen. Nicht mehr als eine Seite Anschreiben und zwei Seiten Lebenslauf und – KEIN Foto. Da wird sehr viel Wert drauf gelegt. Zitat: „Ein Foto lenkt nur vom Rest ab und ich bin damit mindestens 30 Sekunden lang beschäftigt, mache mir automatisch ein Bild von Ihnen und kann den Rest dann nicht mehr objektiv bewerten“. Noch Fragen?

Jedenfalls hab ich meine Daten bei ein paar Ständen hinterlassen – bei einem auch meinen Lebenslauf… Und eine Firma hat sich bereits gemeldet. Tja – Zugzwang würd ich sagen *G*. Hier in Deutschland hab ich bisher gerade mal Eingangsbestätigungen bekommen…. Scheiße hier!

Aber mal davon ab – es gab auch eine persönliche Komponente bei diesem Besuch in Holland. Habe nach 6 Stunden Messe die Halle verlassen und mich ein wenig in Amersfoort umgetan. War so wunderbares Wetter! Es ist ne nette kleine Großstadt.

Onze-Lieve-Vrouwetoren


De Hof


Onze-Lieve-Vrouwetoren - Markt

Dann war ich mit einem Bekannten zu Abend essen – Kip-Sate 🙂 – und danach zu Freunden in die Innenstadt um dort zu übernachten. War sehr angenehm das alles – irgendwie befreiend! Einer der beiden meinte auch, daß mein Herz wohl in Holland wäre…. ja… ich denke das ist es. Wenn ich hier manchen Leuten von meinen Plänen erzähle ernte ich bestenfalls Unverständnis. Als ob das so aus der Welt wäre in Holland zu arbeiten und zu leben. Vielleicht kommt meine negative Einstellung Deutschland betreffen etwas zu sehr raus…. egal – ich mache rüber 😉

Jodenkoeken - Judenkekse gab's bei meinen Gastgebern *g*

Kurios war auch die Zurückreise im ICE International. Babylonische Zustände! In meinem Abteil saßen Deutsche, Engländer, Italiener, Israelis, Schweizer, Österreicher…. im Ruhrgebiet hört man von solchen Zusammenkünften höchstens im Fernsehen…. und es war unglaublich voll. Wegen dieses blöden Vulkanausbruchs in Island ist ja nichts mehr nach Deutschland geflogen wiedermal…. wie man sich nur so anstellen kann – ich hab kein einizges Flöckchen Asche gesehn….!

Duitsers onder de Nederlanders

April 12, 2010

Holldrioh werte Leser 😉

Mein Amsterdambesuch war ein durchschlagender Erfolg! Habe wieder so viele Schöne Dinge erlebt *seufz* War wunderbar! Und Kaiserwetter! – Allerdings ziemlich frisch. Hab mich da auch ein wenig verkühlt und nun ne schmerzhafte Halsentzündung 😦
Jedoch dämpft das nicht meinen Enthusiasmus! Kam Donnerstag dort an und hab erst mal ein paar Stunden Amsterdamluft geschnuppert, meine Sachen im Gepäckschließfach gelassen. Für den Weg zu meiner Unterkunft nach Osdorp (in den äußersten Westen der Stadt) brauchte ich fast 1,5 Stunden… die Straßenbahn blieb irgendwann einfach stehen und war kaputt. Ja. Dann ein paar Stationen laufen und die nächste Bahn zurück und 2 mal umsteigen. Eine wahr Odyssee!

Oudezijds Achterburgswal


Oudezijds Voorburgswal


Herengracht


Am Freitag war ich dann auf dem Büchermarkt auf dem Spui. Hab mir dann einen Band mit Jugendstilmärchen gekauft und ein Buch mit dem vielsagenden Titel Duitsers onder de Nederlanders – Ervaringen in de nieuwe heimat. Geht um deutsche Einwanderer in Holland… teilweise heftig was die Leute da so abkriegen.. also an Anfeindungen, Diskriminierungen und dergleichen mehr. Zum Beispiel werden die Kinder der deutschen internationalen Schule in Den Haag regelmäßig bespuckt, bedroht und beschimpft wenn sie in der Öffentlichkeit Deutsch sprechen. Auch werden in schöner Regelmäßigkeit Autos mit deutschen Kennzeichen demoliert, Scheiben eingeschlagen, Beleidigungen in den Lack gekratzt usw. War ziemlich entsetzt… Hoffe mir bleibt das erspart! Hier ein Beispiel wie der Holländer die Deutschen so sieht – mußte zwar beim Schauen auch herzhaft lachen… aber spätestens beim letzten Wort „Bahnhof“ blieb mir jenes aber dann doch im Halse stecken….

Zum mitsingen:

Heut komt der Hans nach Haus
Freut sich die Lies‘
Ob er aber über Oberammergau
Oder aber über Unterammergau
Oder aber überhaupt nicht kommt
Da’s nicht gewiß

Was soll man sagen dazu?!

Naja, wie auch immer. War dann noch surinamesisch essen in De Pijp und im Königspalast auf dem Dam. Das war toll! Sollte jeder mal machen wenn er nach Amsterdam kommt. Eine Pracht ist das dort drinnen – traut man den Holländern gar nicht zu so viel künstlerische Entfaltung 🙂 Jedenfalls ist das Ding voller Marmor, Kristallüstern, Bildern, Dekorationen, Empiremöbeln – empfehlenswert!

Abends war ich dann auf einem Geburtstag bei einem Kollegen aus Amsterdamzeiten. War sehr studentisch das ganze 🙂 Viele Deutsche, auch Holländer und Remmidemmi ohne Ende. Irgendwann wurden dann die Türen zur Nachbarwohnung aufgemacht (da war auch ne Party) und die Leute stromerten dann über zwei Etagen von Raum zu Raum…. Zum Schluß war ich in eine Unterhaltung mit einer holländischen Doktorandin und einem norwegischen Physikstudenten verwickelt – ganz kurios! Und eine babylonische Sprachverwirrung *G*
Irgendwann um 5 war ich daheim. Am nächsten Tag dann hatte ich gleich zwei Verabredungen – zum Mittag- und zum Abendessen.

Rokin


Spui


Abends wurd ich sogar ausgeführt. Richtig schnieke, so mit ausgesucht freundlichem Ober und Jacke abnehmen und wieder anreichen usw. Dazwischen dann Hosen kaufen – was alles andere als leicht ist, denn die Holländer sind anscheinend alle sehr dünn….also irgendwie…. sollte mich anpassen!

Kalverstraat - richting Dam

Die Nacht wurde dann auch etwas länger und nun muß ich mich erstmal von diesem WE erhole ;-))

Station Zuid/WTC Metro perron richting Isolatorweg


Station Zuid/WTC


Station Zuid - Zuidas

Übermorgen fahr ich wieder nach Holland, zu einer Jobbörse in Amersfoort – auch dort wieder Bekannte treffen… hach ich denke das Auswandern wird nun langsam konkreter … hab ja in Amsterdam immer dieses Hochgefühl… so ein Prickeln, ein Sich-Wohl-Fühlen. Mir wurde auch schon konstatiert, daß es wohl mein innerer Wunsch wäre alles vollständig austauschen. Meine Umgebung, die Stadt, die Menschen, das Land, sogar die Sprache. Tja – hat er wohl recht…

Kurze Hosen

April 9, 2010

Juchee! Bin wieder einmal in Amsterdam! Kleiner Urlaub für die Nerven 😉 Bin gespannt wen ich alles treffen werde! hatte schon im Zug an die 12 SMS verschickt um mein Kommen anzukündigen 😉

Das Wetter in Deutschland war nicht so sonderlich – zumindest nicht in der niederrheinischen Steppe die ich auf meinem Wege durchfuhr… grau und verhangen, dazu weder kalt noch warm und ab und zu Regen – sehr unschön.. Gestern hingegen war toll. Fast sommerlich. Es war so warm, daß man die ganzen Winterklamotten ausziehen konnte! Bin den ganzen Tag in kurzen Hosen und Flipflops durch die Stadt gerannt ;-). War auch an der Uni um meine vorletzte Note zu empfangen. Das unselige Forschungsprojekt, welches mit 10 Monaten Verspätung abgegeben worden war, hat sich dennoch gelohnt. Eine 1,7… naja. Wenigstens etwas… nach dem ganzen Gezerre.

Hatte dummerweise die Telefonnummer meiner Unterkunft verklüngelt. Für den Rest aber war ich ganz toll vorbereitet *g*. Extra wenig Gepäck (nur ein Rucksack und eine Reisetasche für 3,5 Tage – bin sehr stolz) und zu hause alles aufgeräumt, die Wäsche gemacht, der Abwasch usw. Wenn ich Heim komme, wird alles schön ordentlich sein.

Sitze nun in einem der westlichen Amsterdamer Vororte in einem gemütlichen Haus eines Bekannten – könnte ich mich dran gewöhnen *G*. Morgen geht’s auf einen Geburtstag. Ich werde berichten!

Röcke hoch, Titten raus, Frühling!

April 5, 2010

Holldriho!

Die Sonne scheint und es ist Ostern! Der Christen höchster Feiertag – welchen die meisten anscheinend regelmäßig mit Weihnachten verwechseln… Bin so überfressen von gestern. Wieso neigen Mütter eigentlich dazu ihre (erwachsenen) Kinder immer vollzustopfen, wenn sie mal auf Besuch kommen? Das sitzt da wahrscheinlich ganz tief drinnen :).
Naja, ich habe auch – zu Mutters Stolz endlich einen Anzug! Dunkelbraun-anthrazit mit Nadelstreifen, ein fliederfarbenes Hemd und eine flieder, weiß, braun quergestreifte Krawatte. Unglaublich! Hätte nie gedacht, daß ich so etwas mal anziehe, geschweige denn dafür so viel Geld lassen würde… Oi… jeder Hunderter sollte eigentlich weh tun, denn diese Anschaffung war alles andere als günstig. War mit meinem Nachbarn beim Herrenausstatter am Samstag. Als ich den ersten Anzug an hatte, kam ich mir vor wie ein Pinguin. Aber das wurde schnell besser und bin dann auch in voller Montur durch den Laden gelaufen. Mein Nachbar meinte (meinen Laufstil betreffend) ich würde wohl zuviel Germany’s next Topmodel schauen… Pah! Unverschämtheit! Ich könnte sicher besser geradeaus laufen als diese sprechenden Schaufensterpuppen dort!
Wie dem auch sei – es war eine gute Wahl. Habe nun eine Vollausstattung, die ich auch zu festlichen Anlässen mal aus dem Schrank holen kann (im Juni bin ich z.B. auf eine Hochzeit eingeladen – da kann man das sicher nutzbringend anlegen *G*).

Anzug


Hemd


Schuhe

Und natürlich bei einem der unvermeidlichen Vorstellungsgespräche die bald auf mich zukommen werden. Habe erste Bewerbungen abgeschickt, online – nicht so altmodisch auf Papier mit eingeklebtem Bild. Überhaupt… mit Bild! Das gibt es in keinem anderen zivilisierten Land der westlichen Welt mehr. Nur hier. Wieder einmal….
Eine meiner Bewerbungen ist außergewöhnlich gut geworden, wie ich meine ;-). Hab mir dabei helfen lassen – also beim Anschreiben. Die Stelle ist mir wie auf den Leib geschneidert. Aber nicht zuviele Details… wer weiß wer das hier alles liest *lach*.

Oh und ich befinde mich ja nun nicht mehr im Studentendasein. Bin seit dem 01.04. exmatrikuliert. Ganz offiziell. Seltsam wie sang und klanglos so ein Dasein endet…. Habe mir auch das erste mal seit sicher 7 Jahren eine normale Fahrkarte gekauft. Ticket 2000 9 Uhr Preisstufe A2 – es geht dann nur noch marginal weniger als das. Hach… Wie tief man sinkt.

Apropos – habe mich letzten Donnerstag dazu herabgelassen mal ein modernes Theaterstück zu besuchen. War sehr positiv überrascht. Es hatte seine ergreifenden Momente und war sehr gefühlsduslig – man hätte zuweilen weinen mögen. In der Casa/Box spielen die jungen Folkwanghochschüler und bieten für 10€ pro Karte gutes Programm. Das Stück hieß „Sinn“. War eine Reihe von unglücklichen, leidenschaftlichen Liebes-/Verliebtheitsgeschichten die mit je einem Sinn verbunden waren (also sehen, hören, schmecken, fühlen etc.). Ganz viel Emotion. Allerdings hat sich ein Darsteller zum Schluß halb ausgezogen und mit Schokosoße übergossen, eine andere spielte eine Borderlinerin die sich ritzt – ein Tribut an die neue Zeit wohl. Genauso wie ausufernde Kußszenen der weiblichen Darsteller, bei der dann alle irgendwie miteinander rumleckten… naja. Bei den Kerlen gab es nur einen Kuß – schade!

Bin gespannt was es als nächstes dort zu sehen gibt 😉 In diesem Sinne – bleibt modern!