Archive for August 2009

Lebensraum im Osten

August 19, 2009

Holldriho!

Amsterdam ist vorbei und mein Umzug nach Essen lief sehr glatt. Allerdings bin ich nun schon wieder auf dem Weg! Zurück in die alte Heimat! Daher nur eine Kurzmeldung aus den Niederungen des Burgenlandes (Oesterreich an der Grenze zu Ungarn). Alles ist soweit in Ordnung 😉 Selbst der Herr Papa! Mehr später!!!

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Afscheid

August 16, 2009

Ich bin gerade von den Hartjesdagen zurück….. scheiße ist das deprimierend! Es war so ein schöner Tag und Abend. Aber jetzt? Ich will nicht zurück nach Essen! Ich will nicht nach Deutschland! Ich möchte hier in Amsterdam sein!!!!!!

Hartjesdagen 1
Hartjesdagen 2

Das letzte Mal auf dem Zeedijk, das letzte Mal im Engel (mittlerweile meine Stammkneipe), das letzte Mal Warmoesstraat, die letzte Fahrt mit dem Nachtbus….. *seufz*

Nun warten ein paar Tage in Essen auf mich und dann die Fahrt in die alte Heimat – zwei Tage, 1800 km…. und das mit meinem Vater…. worauf hab ich mich da bloß eingelassen?!?!

Ich weiß jedenfalls das ich dieses Jahr noch nach Amsterdam zurückkehren muß und möchte! Auf Besuch natürlich und ich habe mir vorgenommen im Dezember hier eine Arbeit und eine Bleibe gefunden zu haben!

In ein paar Stunden wird mein Vater mich hier abholen, allerdings ohne die Ische – zum Glück! Und dann? Ach ach…. Ich habe das Gefühl mich hier selbst entdeckt zu haben, mehr ich selbst zu sein als jemals zuvor! Ich bin nicht mehr derselbe Mensch der ich in Deutschland gewesen bin. Es war wirklich die beste Entscheidung die ich je getroffen habe, hierher zu kommen und es war der schönste Sommer den ich je hatte! Man könnte auch sagen: Amsterdam ist meine Offenbarung!

Auf ein recht baldiges Wiedersehen!

Doeg, dag, doei en hoi hoi!

Hartjesdagen

August 15, 2009

Liebe Gemeinde,

mein letztes Wochenende in Amsterdam ist da! Ich weiß nicht was ich sagen soll…. ich bin wirklich betrübt und es fühlt sich sehr seltsam an hier weg zu müssen. War nochmal auf dem Markt hier – Tropenatmosphäre schnuppern zwischen dne ganzen Negern und exotischen Produkten 😉

Meine Sachen liegen schon bereit, alles ist gepackt. Ein Leben paßt in ein paar Taschen… es ist wirklich ein ganz komisches Gefühl zwischen seinem Gepäck zu sitzen. Ich werde gleich nochmal in die Stadt gehen und heute Abend zu den Hartjesdagen auf dem Zeedijk. Nochmal ein wenig Freiheit! Morgen kommt der Herr Papa und holt mich ab, irgendwann nachmittags…. *seufz* und er hat eine neue Freundin der er Amsterdam vorab zeigen will. Ich find es ja ziemlich unverschämt das er dieses Weib, wer immer sie auch sein mag, einfach so mitschleppt. Hoffentlich hat er sich dieses Mal wenigstens eine ausgesucht die besser aussieht als die letzte… und dann kann die Olle auch mal Schleppen helfen und soll sich bloß nicht erdreisten zu viel Platz im Auto einnehmen zu wollen!!!! Meine Güte… woher kommt mein Haß eigentlich? Egal! Ich muß nun ein wenig unters Volk! 🙂

Groeten!

Dit is Rotterdam!

August 13, 2009

Hier ein kleiner Nachtrag zum vergangenen Samstag! Ich war wieder einmal in Rotterdam. Diese Stadt finde ich wirklich sehr sehr interessant. Alles neu und modern… und es erinnert mich teilweise auch sehr an Essen (hatte ich an anderer Stelle ja glaube ich schon mal erwähnt).

Jedenfalls hatte dieser Besuch auch eine durchaus hadfeste Bewandtnis. Freitag war ich zu einem Bekannten auf Besuch gekommen und konnte mir von der Dachterasse die Stadtsiluette bei Nacht ansehen. Herrlich! Die ganzen Hochhäuser….. ich wünschte Essen hätte mehr davon!

Samstag war dann DanceParade (eigentlich war es die „Fit for Free Danceparade“ weil der Sponsor irgendein Billigfitnesstudio ist) – hatte wirklich Loveparadecharakter und da man dieses Jahr in Bochum ja so hasenfüßig war und das Spektakel abgeblasen hatte, war ich froh in Rotterdam Ersatz zu finden.

Anbei ein paar Beiweisbilder ;-). Bild0108

Rotterdam Blaak

Rotterdam Blaak

Bild0112Bild0110

Jedenfalls war’s sehr nett anzusehen und ich bin dann auch munter mitgelaufen.

Was ich allerdings festgestellt habe ist, daß ich eine echte Rotterdamleidenschaft entwickle, obwohl die Leute dort ja größtenteils Allochthone oder Proleten sind (eben wie im Ruhrgebiet *lach*). Die Leute in Rotterdam sehen auch irgendwie ganz anders aus als die in Amsterdam. Die Männer haben fast alle Kurzhaarfrisuren und die Weiber schlechte Blondierungen…. ähem… ja… also Ruhrgebiet ik höhr dir trapsen, wa?

Allerdings sitzt im Ruhrgebiet eindeutig weniger Geld, was man auch sieht! Die Rotterdamer sagen ja von ihrer Stadt, daß dort das Geld verdient und erarbeitet wird (weltgrößter Hafen wie wir wissen) und in Amsterdam wird es auf den Kopf gehauen…

Kop van Zuid - Wilhelminaplein

Kop van Zuid - Wilhelminaplein

Jedenfalls konnte ich nicht umhin mich in den neuen Stadtteil Kop van Zuid zu begeben und über die Erasmusbrücke über die Maas zu laufen (auf der Leute mit Jetskiern über die Wellen reiten – und das mitten in der Stadt – verrückt!).

Maas - im Hintergrund die Innenstadt

Maas - im Hintergrund die Innenstadt

Ich find Rotterdam toll 😉

Mellow Monday

August 11, 2009

Gesteren war wieder ein sogenannter „mellow Monday“. Dies ist unser büroeigener Name für Montag und da das Institut hier ja international ist, haben wir gemeinschaftlich beschlossen das auf englisch zu halten. Daneben gibt es noch „terrific Tuesday“, „wicked Wednesday“, „thoughtfull Thursday“ und „filthy Friday“ – bitte nicht fragen wieso! Jedenfalls traf ich mich mit meinem lieben deutschen Kollegen Christian (Halbtransylvaniër) in der Stadt um einen trinken zu zu gehen. Zunächst hatte cih dafür die allseits bekannte und beliebte Reguliersdwarsstraat ausgesucht, allerdings war uns dann doch eher nach etwas anderem – bodenstädnig und weniger schwuppig ;-). Bild0129Bild0128So zogen wir also weiter in Richtung Rotlichtviertel. In einer kleinen Gasse sahen wir in einem Fenster ein Schild te koop (zu verkaufen) stehen und fragten uns, wieviel dieses Häuschen (denn viel mehr war es nicht) wohl kosten würde. Plötzlich ging die Tür auf und ein Mann in Bauarbeiterkluft trat mit einem Müllsack heraus. Wir kamen ins Gespräch und ich fragte ob wir denn mal einfach so hereinkommen und schauen könnten. Wir durften! Im Verlauf des Gesprächs erfuhr man dann, daß das Haus (3 Räume von ca. 20 m² + Dachterasse) 420.000€ kosten würde, er Psychologe sei und noch dort drinnen wohne und Online-Therapie anbietet, jetzt aber umziehen muß weil er eine Familie gründet. Sowas….. Na einem kleinen Marsch durch de Wallen und einem Besuch bei FEBO (dort gibt es Essen aus der Mauer und Pommes und lauter gesunde Sachen wie Kroketten mit Ernußfüllung, Käsesoufflets, Kipcorn, Hamburger usw.) kamen wir am Zeedijk an, wo sich ein paar Homokneipen drängeln. Bild0126 Nach 2 Bieren waren wir wiederum eine Bekanntschaft reicher – ein Typ der Realityshows im holländischen Fernsehen macht.

Zeedijk nachts um halb eins

Zeedijk nachts um halb eins

Irgendwie habe ich das Gefühl, daß solche Bekanntschaften im mittleren Ruhrgebiet an einem Montagabend wohl eher dünn gesät sein werden. Jedenfalls wurde mir nahe gelegt, doch so schnell wie möglich zurückzukommen. Süß nicht wahr?? ;-). Der Abend wurde also lang und länger und mit der letzten U-Bahn fuhr ich dann schließlich nach Hause. Glücklich noch in Amsterdam zu sein!

Kwakoe

August 10, 2009

Tja, wer oder was ist Kwakoe?! Kwakoe is ein Festival hier bei mir in der Nähe, das jedes Jahr stattfindet und sich um ein Fußballspiel herum entwickelt hat. Bild0124Und zwar eins sehr, sehr schwarzes…. Nein keine sog. Gothics – NEGER! Ich habe noch nie in meinem Leben so viele schwarze, braune, gemischte und was weiß ich nicht was für farbige gesehen. Und nimmt ja gemeinhin an, die sähen alle gleich aus. Das ist ein großer Irrtum! Die Variation an Hautschattierungen und Gesichtsformen ist wirklich außergewöhnlich (es gibt sogar Neger mit blauen Augen und leicht asiatischen Gesichtszügen)… aber das ist ja nur Beiwerk! Man sieht auch so abstruse Dinge… stolze Negerinnen mit schwerem Goldschmuck, Rastafaris, Leute mit Tätowierungen im Gesicht und und und. Aber wirklich bemerkenswert ist dieses Gefühl, daß man sich ziwschen 99% Negern befindet (ungelogen!!!). Bild0121Bild0123Bild0125Es sieht aus wie auf einem afrikanischen oder karibischen Markt und es gibt dort Sachen zu essen und zu trinken von denen der normale Westeuropäer teils noch nie gehört hat: Barra, Roti, Ingwerlimonade (die schmeckt scharf – ganz verwirrend), Fernandes (sowas wie die die Fanta der Antillen bzw. Surinams – klebrig süßes Gebräu in mehreren Sorten von gelb über bronzefarben, rot, blau-rot bis grün), surinamesischer Kuchen, Kip-Sate, BBQ-Kip, Rippchen, ganze frittierte Fische, Mischgetränkte die aus 5 Sorten Alkohol, Sirup, Milch und Eis hergestellt werden (wobei das Eis von großen Blöcken hangeschabt wird) usw. Mit den Hygienevorschriften nimmt man es – karibisch entspannt – nicht wirklich genau. Daheim im Reich hätte das Gesundheitsamt diese Zustände sicher keinen Nachmittag lang geduldet *lach*. Ich fand es jedenfalls höchst „plezierig“ wie man so schön sagt hier 😉

Gay Pride Amsterdam

August 6, 2009

An dieser Stelle möchte ich nun über mein langes, exessives GayPride-Wochenende berichten 😉 Hatte das bereits mehrfach tun wollen, jedoch schienen mich am Montag dann alle Kräfte verlassen zu haben und erst heute finde ich die Zeit und Muße ausführlich Auskunft zu geben über jenes Sodom und Gomorrah das mich dort empfing! *lol*

Es begann letzten Donnerstag bei der offiziellen Eröffnung der GayPride (und diese Feier war vollständig von Gayromeo, dem alleseits bekannten Homonetzwerk, gesponsort) auf dem Westermarkt beim Homo-Monument – Jawohl! Sowas gibt es hier ;-). Es trat ein schauerlicher Boy-George-Verschnitt auf, der jedoch nach ein paar Bierchen gut zu ertragen war ;-). Der Abend ging weiter in einem indonesischen Restaurant, danach dann in die Reguliersdwarsstraat (schwulste Straße von Amsterdam) ins April und in die Exit-Bar… Pffff… meine Güte, es war so voll, so heiß, so stickig! Dennoch hielt ich es bis ca. 3:00 aus und begab mich mit dem Nachtbus nach Hause, der auch für die kommenden 3 Tage mein frühmorgendlicher Chauffeur werden sollte!
Der folgende Tag begann geziemt um 14:00 mit einem Desing-Outlet, welches natürlich inoffiziell war und wohin man nur konnte, wenn man davon wußte, d.h. eingeladen war und auf einer Gästeliste stand – ich stand natürlich nicht darauf, wurde jedoch von einem Freund als „Introducee“ mitgenommen. Es ging zu den Stücken von Viktor & Rolf , den berühmtesten Designern der Niederlande (unvorstellbar reich sind die – mit einem Hauptkontor an der Keizersgracht, welches aus etwa 10 Grachtenhäusern besteht!!!). Die Größen waren dort eigentlich nichts für mich, da alle Kleider in Größe 46 bzw. 48 waren – man macht die ja nur für Schaufensterpuppen – und natürlich Einzelstücke ;-). Dennoch konnte ich einen roten Pullover ergattern, der mich ganz ausgezeichnet kleidet. Reine Wolle, 50€ – tatsächlicher Preis im Geschäft wäre vermutlich das 6-fache…. Kaum zu glauben aber wahr, ich habe nun ein echtes Designerstück *lach*.
Danach dinierte man an einer Gracht um danach im de Bijenkorf Pralinen zu kaufen und weiter in die Warmoesstraat um in so verruchten Läden wie RoB oder MrB weitere überlebenswichtige Accessoires für das Wochenende zu erstehen ;-). Danach gab es die Drag-Queen-Olympics auf dem Westermarkt zu sehen (also Tuntenlauf, Handtaschenwerfen usw.

Tunten-Tauziehen

Tunten-Tauziehen

). Etwas sehr plakativ aber lustig. Nach diesem kleinen Spektakel muste ich dann schnell, schnell nach hause in mein Negerghetto, denn ich bekam Besuch aus dem Reich, es war ein Bewohner einer recht unbekannten Kleinstadt südlich von Düsseldorf ;-). Jedenfalls wollte das Nachtleben noch erkundet werden, denn es war ja schließlich Freitag, der Ausgehtag in Amsteerdam und da es schon relativ spät war schafften wir nur 3 Läden (der 4. war zu teuer). Davon war ich bis dato in nur einem gewesen, dem Prik (total harmlos). Der erste andere „kinky“ Laden war das Cockring, welches Live-Sex-Shows zum Apothekenpreis von 10€ feilbot. Dies wollte man gemeinschaftlich (wir waren zu dritt) jedoch nicht investieren und begab sich zum benachbarten Eagle, einem Lederschuppen, der sowas von überfüllt war, daß man sich an den Leuten vorbeischieben muste. Etwas…. unangenehm bei der Hitze dort drinnen…. Endgültig begraben wurde der Abend dann im ultimativ letzten Loch das die Szene in Amsterdam zu bieten hat – das Dirty Dicks. Dieses Etablissement ist echt – wie der Name schon sagt – schmutzig und angeranzt. Dazu fällt einem dann nur noch das sprichwörtliche Resteficken ein… egal! Einmal wollte ich diese fiesen Schuppen ja zumindest gesehen haben um mir ein Bild machen zu können ;-).

Es kam der Samstag und damit der Tag der Canalpride – man kennt diverse CSD-Umzüge aus Deutschland ja, dieser war aber etwas anders, weil auf dem Wasser und von Booten aus. Nett anzuschauen diese Parade, aber etwas… naja… unspektakulär wie ich fand canalparade2009. Einige Höhepunkt gab es aber doch, so beispielsweise das Boot einer Totengräberei und ein riesen Boot aus Rotterdam (zwischen Amsterdam un Rotterdam gibt es ja seit altersher eine Erbrivalität, ganz so wie zwischen Köln und Düsseldorf). Danach war dann riesen Geschiebe durch die Menge an der Prinsengracht, Amstelveld und Amstel angesagt. Einen Platz zu findem um gemütlich draußen etwas zu Essen war da aber schon unmöglich. Überall war es voll mit (Homo-)Touristen oder Plätze waren reserviert usw. Um nicht vor einem Restaurant warten zu müssen, vertrieben wir uns die Zeit mit Einkaufen (wie der Schwule von Welt nunmal so ist) und entdeckten einen DOM-Laden (da gibt es nur Zeugs das man nicht braucht) der natürlich auch über die Maßen trutschig war und dessen Verkäufer sicherlich alle mindestens eine XTC auf hatten…. Jedenfalls wurde man fündig :). Schlieslich konnten wir endlich einen Tisch bei einem Thailänder ergattern und schliefen beim warten auf das Curry fast ein! Jedoch war das natürlich kein Grund um den Abend einfach abzubrechen natürlich – nicht! Gott sei gedankt, es gibt ja diverse Aufputschmittel *grins*. Nach einem kleinen Heimaufenthalt (zum Frischmachen) fuhren wir wieder in die Stadt. Den weiteren Verlauf des Abends/der Nacht werde, darf und kann ich hier nicht weiter kommentieren…. es sei nur so viel gesagt: wir kamen erst gegen halb sieben heim.
Der folgende Tag begann relativ ruhig und gegen 16:00 fühlt man sich auch wieder einigermaßen lebendig. Nachdem mein Besuch sich samt Mitfahrern (darunter eine blondierte Tucke die wohl aus einem Sonnenstudio entlaufen war) auf die Heimreise gemacht hatte, mußte ich mich noch ein wenig sozialisieren und der Abend wurde dann doch noch länger als erwartet, so das nach Besuchen von April , Rouge, Montmarte und Mix doch wieder nur der Nachtbus übrig blieb ;-)). Damit war am Montag um ca. 3:30 ein langes, teures und erlebnisreiches WE vorüber, welches ich denke so schnell nicht vergessen werde! Es lebe Amsterdam!!!

Pädophilie

August 6, 2009

Eigentlich wollte ich ja was über die Gaypride hier in Amsterdam berichten, stolperte dann jedoch über dies hier…. Massenpädophilenhochzeit in Gaza Was soll man sein? Entsetzt? Schockiert? Keine Ahnung mehr….