Archive for Mai 2009

Opsporing verzocht

Mai 26, 2009

Ich habe etwas ganz tolles endeckt! Das niederländische Aktenzeichen XY ungelöst! Geil! Kommt jede Woche und ist irgendwie viel schnittiger ;-). Man erfährt da sehr interessante Dinge, wie bspw. daß 25-30% der Prostituierten in Amsterdam ungarische Zigeunerinnen sind. Außerdem ist es doch sehr auffällig wieviele Täter ein marokkanisches Aussehen haben…. Lustig war heute auch der Fall von einem Neger der einen Buchladen überfallen hatte und der Angestellten beinah das Genick gebrochen hätte für weniger als 100 €.

Überhaupt…. die Neger. Gab heute auch eine Schießerei – zwischen Negern – auf dem Parkdeck eines Einkaufszentrums hier im Bijlmer (etwa 800m entfernt). Irgendwelche Drogensachen mal wieder. Genauso wie bei den Irren die hier vor 2 Wochen von ihren Balkonen gesprungen sind. Habe gehört das die angeblich afrikanische Hexereien versucht haben und dachten das sie von etwas Hühnerblut und Zaubersprüchen unverwundbar sind und Gott sie auffängt wenn sie springen. Kein Kommentar.

Apropos – eben erwähntes Einkaufszentrum liegt in einer Retortenfußgängerzone, in der sich ein Lidl befindet. Dorthin zu gehen ist ja sozusagen Pflicht, wenn man schon aus dem Land der Billigsupermärkte kommt. Da hat man ja irgendwie den Drang sich das auch anderen Orts mal anzuschauen 😉 Jedenfalls ist es ein sehr seltsamer Ort. Es gibt einen Sicherheitsmann und Schließfächer in die man seine Taschen und Rucksäcke vor betreten des Ladens einschließen muß. Das Sortiment ist allerdings zu 80 % mit dem deutschen identisch *g*.

In direkter Nähe befindet sich ein KFC Schnellrestaurant und ein McDonalds. Dort wieder eine Auffälligkeit: McDonalds hat gemischtes Publikum, Weiße, Schwarze, Bunte – alles eben. Bei KFC allerdings nur Schwarze, wann immer man auch dort vorbei geht. Ich mußte so an eine Freundin aus Amerika denken in diesem Moment! Frrrrrrrrrried Chicken!!!!!! Bzw. „Dan, check it out, just black people in here!“ *lach*

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Deutsche Reise

Mai 24, 2009

Liebe Gemeinde, ich war dieses Wochenende das erste Mal seit mehr als 4 Wochen wieder in der Heimat, was durchaus ein seltsames Gefühl war (allerdings nur die ersten 3 Tage und am 4. fuhr ich ja wieder zurück). Als ich Donnerstag abends in Duisburg ankam war mein (begründeter aber für den Fortgang fataler) Eindruck „mein Gott ist das hier häßlich und grau“. Nicht das ich Duisburg und seinen Hbf nie gesehen hätte – ich habe ja fast 5 Jahre dort studiert und diese Örtlichkeit in der Regel zwei Mal täglich passiert – dennoch ist es überaus erstaunlich, wie sehr sich das Auge an schönere Dinge gewöhnt, d.h. an Amsterdam. Mich überkam der Gedanke, daß ich umgehend zurück müsse und wäre (in dem Augenblick) am liebsten in den nächsten Zug in Gegenrichtung eingestiegen.

Auch Essen kam mir so schrecklich tot und langweilig vor. Meine Wohnung empfing mich, logischerweise, genauso wie ich sie verlassen hatte und bei den vielen Dingen die ich dort (wieder) sah, wurde mir klar, wie wenig ich diese vermißt hatte. Weder die Bücher, noch die Kuscheltiere oder sonst etwas hatte mir gefehlt. Jedenfalls fühlte sich alles nach ferner Vergangenheit an. Eine Tatsache die natürlich unschön ist, wenn man sie auf Menschen überträgt… Um jetzt hier jedoch diesen Gedanken zu entkräften, möchte ich offenbaren: NEIN ich habe EUCH NICHT VERGESSEN ;-).

Sehr skurril war der folgende Tag, an dem ich viel in der Stadt herumfuhr und durch die Fußgängerzone stromerte. Es waren genug Menschen da, aber alles war so gedämpft – man konnte gar den Wind in den Bäumen rauschen hören. Ein Geräusch das in Amsterdam in der Innenstadt im Gewimmel und Gelärm von Menschen, Fahrrädern, Autos und Straßenbahnen total untergeht. Auch sind die Leute in Deutschland (oder zumindest in Essen) deutlich kleiner und dicker als die Holländer. Seltsam, nicht wahr?  Die Holländer sollen ja angeblich die größten und dünnsten Menschen in Europa sein. Keine Ahnung wie es in dieser Hinsicht um die Deutschen steht *fg*. Apropos Europa – ich habe bereits meine Stimme beim Wahlamt abgegeben und für Europa bzw. das Europäische Parlament (welches ich ja bekanntlich ablehne) abgestimmt. Ich hoffe ja die EU zerlegt sich bald selbst!
Ach und noch etwas fiel mir auf – die vielen „Migrantinnen und Migranten“ in der Bahn. Eine sehr seltsame Tatsache, denn Amsterdam besteht ja zu 50% aus Ausländern und ich wohne in einem Negerviertel. Irgend etwas stimmt mit meiner Wahrnehmung nicht, fürchte ich… Jedenfalls war ich mir auch am Ende dieses zweiten Tages sicher – Du willst hier nicht mehr leben!

Es kam der dritte Tag und das bedeutete Familie. Genauer: Mutter + Großeltern und danach Vater. Sozusagen eine familiäre Überdosis! Ich wurde bis zum Platzen mit gutem Essen vollgestopft und mußte natürlich ausführlichst über Amsterdam und die dortigen Zustände berichten – mehrfach. Auch hatte ich die Ehre die „Neue“ meines sehr geehrten Herrn Papa kennenzulernen. Ein relativ zweifelhaftes Vergnügen…. Die Details seinen an dieser Stelle wohlweislich ausgespart.

Satt und zufrieden kehrte ich nachts nach Hause zurück und fand Deutschland dann doch nicht mehr so fade und schrecklich, wie es mir 48 Stunden zuvor noch vorgekommen war ;-)). Sehr wohltuend dies!

Während ich das schreibe sitze ich aber schon wieder im Zug zurück nach Amsterdam, vorbei an so fürchterlichen Bahnhöfen wie Emmerich und Arnheim – man stelle sich vor, letzterer ist mit Wellblech gedeckt – wie in der Dritten Welt! Und die deutsche Zugbegleitung die die Ansagen im „ICE International“ macht, spricht ein grauenhaften Holländisch.

Allerdings, die Sonne brennt, kein Wölkchen am Himmel – Kaiserwetter! Mithin hervorragend für einen sonntäglichen Einkaufsbummel in der kleinen, großen holländischen Hauptstadt. In diesem Sinne – auf die nächsten zwei Monate! Erst ein mal ;-))).

Vragenlijst online

Mai 18, 2009

Hallo hallo meine lieben deutschen Freunde 😉 Hier eine Kurzmeldung, die meine Masterarbeit betrifft – also WICHTIG WICHTIG. Für alle homosexuellen Leser dieses Blogs ist die Umfrage (im unten stehenden Link) mit Sicherheit sehr interessant 😉

Gayromeo Umfrage

Ich bitte um eine rege Teilnahme bzw. auch um das einfache Weitersagen! Besten Dank 🙂

Noordzuidlijn

Mai 15, 2009

Die Woche ist zu Ende. Ein Glück! Es war schrecklich…. meine Prokrastionation kommt wieder zum Vorschein was kein Spaß ist. Meine Arbeit liegt vor mir und ich müßte nur beginnen. Müßte, sollte, könnte – grausam! Zum Glück geht es meinem Kollegen Christian, der bei mir im Büro sitzt, auch oft ähnlich. Was eine große Erleichterung ist. Ja ja…. Arbeiten ist wirklich zuweilen eine Anstrengung.

Ich befasse mich ja mental gerne mit anderem – man könnte auch sagen ich diversifiziere meine Gedanken ;-). Beispielsweise mit der neuen Nordsüdlinie der Metro Amsterdam. Man höre und staune – nicht nur in Köln wird eine neue U-bahnlinie von Nord nach Süd gebaut, sondern auch hier. 10 km U-bahn für sagenhafte 900 Mrd. € – in einer Stadt die zum größten Teil unter dem Meeresspiegel liegt. Und auch hier versacken und stürzen die Häuser ein (allerdings noch keine Stadtarchive). Allerdings wird dieses Bauwerk wohl nicht so schnell fertig wie in Köln. Das Eröffnungsdatum wurde letztens von 2012 auf 2017 verlegt, Baubeginn war so um 2000 herum – daher auch die leicht ironische Bezeichnung Nooit-Zuidlijn (nooit = nie).

Ein weiteres Interesse ist dann schon etwas essentieller, nämlich die Stellensuche, die ich hier alsbald zu beginnen gedanke. Habe seit gestern ein Profil bei http://www.monsterboard.nl um mich auf dem hiesigen Arbeitsmarkt feil zu bieten… Verglichen mit Deutschland ist das hier ja noch) das Arbeitnehmerparadies. Die Arbeitslosenquote liegt bei knapp unter 5%.

Auf den Bildern hier seht ihr mich im Büro – ganz aktuell – von heute Nachmittag :-). Zwar keine wirklichen Bewerungsfotos, aber so habt ihr mal nen Eindruck wo ich die meiste Zeit in Amsterdam verbringe – nämlich zwischen Rechnern *G*.

In diesem Sinne – möge das Wochenende beginnen! Welch Labsal!

Dode na politie-inval in Zuidoost

Mai 14, 2009

Ich hatte hier ja verscheidentlich erwähnt, daß in meinem Stadtteil größtenteils Neger wohnen…. Ich möchte keine Vorurteile schüren, dennoch kann ich nicht umhin zu berichten, was hier gestern geschah und ich heute in der Zeitung lesen durfte. Ich war gestern noch verwundert über die Polizeipräsenz auf meinem Weg von der U-Bahn nach Hause – die Staatsgewalt patroullierte hoch zu Roß auf und ab (finde es eine Schande das es das in Deutschland kaum noch gibt!!!). Des Rätsels Lösung ist folgende: Es fand hier eine Razzia statt, bei der 4 Wohnungen, oder wohl eher Drogenhöhlen gefilzt wurden – sie waren natürlich ALLE voller harter Drogen und Schußwaffen. Die Delinquenten – natürlich alles illegale Afrikaner (genauer aus Nigeria) – flüchteten, und zwar durch beherzte Sprünge von ihren Balkonen, was natürlich eine sehr dumme Idee ist bei Gebäuden die gerne mal 12 oder 15 Stockwerke haben…. So haben sich dann auch ein halbes Dutzend Personen leidlich schwer verletzt und wurden von der Polizei aufgegriffen. Einer hatte sich dann mit der Höhe doch etwas verschätzt und verschied an Ort und Stelle. Daraufhin kam es zu einem kleinen Aufruhr in der Nachbarschaft, bei dem sich einige hundert Menschen versammelten und ihrem Ärger über die (böse, böse) Polzei, die diese Männer ja zu Tode gehetzt hätte, Luft zu machen. Allerdings wurde Schlimmeres unterbunden. Das einizge was in hier noch berichtenswert erscheint, ist die Tatsache, daß eine Reihe wütender Neger sich wohl von den umstehenden Bäumen Äste abgebrochen und damit einen afrikanischen Kriegstanz vollführt haben sollen…. Das ganze geschah etwa 300 Meter Luftlinie von meinem Haus entfernt!

Wie dem auch sei, ich werde dies nun nicht irgendwie werten oder es als Beweis der Unter- bzw. Überlegenheit gewisser ethnischer Gruppen deuten. Dem geneigten Leser überlasse ich es, sich eine eigene Meinung zu BILDen.

Was ich noch gerne erwähnen würde ist, daß ich nun stolzer Besitzer einer anonymen OV-Chipkaart bin *freu*. Damit kann ich nun alle metropoortjes öffnen!800px-Ganzenhoef10

Ach und wo ich schon mal ein  Bild „meiner“ lieben U-Bahnstation Ganzenhoef zeige, kann ich euch auch gleich noch mehr davon präsentieren. Bei genauerem Hinsehen wird man auch das Klientel erkennen 😉800px-Ganzenhoef3

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Moe, altijd moe!

Mai 12, 2009

Yang12Ein kleiner Kommentar ist auch heute fällig! Ich bin ja hier andauerend übermüdet und leide seit meiner Ankunft unter schlimmem Schlafmangel – dies habe ich unter anderem der Tatsache zu verdanken, dass ich mein Zimmer nicht wirklich abdunkeln kann, was ein Unding ist! Jeder der schon einmal gesehen hat wie ich meine Wohnung in Essen abdunkle (es fielen diesbezüglich schon so unschöne Worte wie „Grab“ ) wird sich vielleicht wundern wie ich in einem Raum der nur einfache Innenjalousien besitzt überhaupt schlafen kann! Jedenfalls ist es ein schrecklicher Zustand und ich geruhe seit einiger Zeit meine Tage mit einem Energydrink bzw. Cola zu beginnen. Natürlich in der Sparversion! Immitiertes Redbullimmitat für unschlagbare 30 Cent bzw. Cola für 14 Cent – die Dose (!!). Ein weiterer Grund ist das frühe Aufstehen (das Aufwachen ist ja durch den Lichteinfall in mein Schlafgemach vorprogramiert und geschieht meist so gegen halb 7) gegen 8:30. Eine unmenschlich schwere Bürde; und ich weiss ums Verrecken nicht wie ich das dann die nächsten 40 Jahre aushalten soll …  sowas…. Dennoch erscheinen mir die drei Monate hier als viel zu kurz 😉 Ich werde mich also demnächst auf die Suche nach einer Arbeit hier machen! Denn – und das wissen wir bereits seit Anja Kohl – „Zupacken lautet also das Gebot der Stunde und erfahrene Anleger wissen längst, wer sich selbst bemitleidet tut sich den schlechteren Dienst. An der Pörse ist das nicht anders!“ In diesem Sinne, bis ganz ganz bald 😉Yang9

Binnenkort gaan alle metropoortjes dicht!

Mai 11, 2009

Es ist wieder eine Woche vergangen und damit Zeit Euch einen kleinen Einblick in die Amsterdamer Zustände zu geben ;-). Zunächst die ersprießlichen Dinge: Gestern verbrachte ich fast den gesamten Nachmittag im Vondelpark in der Sonne. Tausende Leute, Wasser, Vögel, Rauschen in den Bäumen und ein großes Paket Heineken – Herrlich! Wurde natürlich prompt mit einem Sonnenbrand belohnt….  Ein ganz tolle Sache hier in Amsterdam ist ja, daß die Geschäfte hier Sonntags auch geöffnet haben (einige Supermärkte sogar bis 22:00) – in Deutschland als regulärer Zustand ja unvorstellbar! Genauso wie eine ganze Reihe anderer Dinge….. legaler Drogenverkauf, offene Prostitution usw.  Man sollte aber tunlichst nicht dem Irrtum erliegen, dieses Land wäre tolerant. Oh nein – Holland ist keineswegs tolerant! Das mag verwundern, jedoch ist das nicht nur mein Eindruck sondern wurde mir auch gehäuft von Leuten berichtet, die eben nicht von hier stammen, aber schon seit Jahren hier leben (Engländer, Südafrikaner etc.). Man ist hier pragmatisch oder wahlweise indifferent. D.h. man schert sich einfach nicht um gewisse Dinge. Nichtsdestotrotz scheinen die Holländer es ja zu lieben sich zu beschweren und herumzunörgeln – allerdings nicht so penetrant wie daheim im Reich. Zumindest in Amsterdam ist man doch generell eher entspannt und gelassen, was sich u.U. ja aus dem oben genannten ergeben könnte. Oder natürlich aus dem Gebrauch von Drogen, die ja hier allgegenwärtig sind. Kiffen, Haschgebäck knabbern, Alk in rauen Mengen (und der Holländer an sich verträgt eine Menge – so zum Beispiel mein Mitbewohner, der mir unlängst berichtete, er hätte ca. 30 Bier irgendwo in der Sonne zu sich genommen und dabei noch nicht einmal schwankte) – um jetzt mal die ganz gängigen Dinge zu nennen. Außerdem wird hier sehr gerne GHB genutzt  http://de.wikipedia.org/wiki/4-Hydroxybutans%C3%A4ure – kennt man in Deutschland unter dem Namen K.O.-Tropfen….. und natürlich viel Koks und Ecstasy. Oft auch eine Mischung davon. Und jetzt bitte keine Nachfragen woher ich das weiß!

Vielleicht gehen wir einfach zu einem anderen Unterschied zwischen Deutschland und Amsterdam über, den ich wirklich (wiedereinmal) sehr bezeichnend finde. Ab 1. Juni gibt es hier in Amsterdem KEINE papiernen Fahrkarten mehr zu kaufen und die U-Bahn wird dann zu einem geschlossenen System in das man nur durch sog. „metropoortjes“ eintreten kann. Alles läuft dann elektronisch über die tolle superdupergeile „OV-chipkaart“. Auf diese Karte kan man alles laden was man will: Monatskarten, Geld, Nachtbuskarten (Obacht! Hier in Amsterdam kostet der Nachtbus 3,50 extra !!!), Tageskarten, Jahresabos. In Deutschland dauert das garantiert noch 10 Jahre….. wenn das überhaupt irgendwann mal kommt! Ganz putzig sind auch die Schaffner in der Straßenbahn, die hier wieder eingeführt wurden, weil jeder schwarzgefahren ist ;-)). In der Staßenbahn herrscht kontrollierter Einstieg, entweder beim Fahrer oder beim Schaffner, anders geht`s nicht nicht rein – die übrigen Türen sind dann ausschließlich zum aussteigen da. Denn – so belehrte man mich – wenn man hier die Leute nicht kontrollieren würde, würde auch niemand bezahlen und einfach schwarz fahren. Dieses mumlige Gefühl das man hat, wenn man auch nur eine Station ohne „gültigen Fahrausweis“ mit einem Verkehrsmittel unterwegs ist, scheint wohl eine Sache zu sein, die man deutschen Kindern ganz früh einpflanzt – hier scheint das niemand zu haben. Verrückt, nicht wahr?!?!! :-))))

Gebruikers….

Mai 9, 2009

Heute ist hier in Amsterdam für Studenten ein freier Tag! Befreiungtag – man möge raten von welcher Befreiung da die Rede sein mag….. Jedenfalls ist nichts los und es regnet und ist grau. Und das ist echt schlimm hier! Wind, Geniesel….

Jedenfalls zeigt sich Amsterdam heute einmal von seiner schlechten Seite – wo wir gleich schon beim Thema wären. Ich kann hier ja nicht alles in den Himmel loben – es ist Zeit für etwas typisch deutsches Gemecker! 😉

Mittlerweile war ich ja schon mehrfach aus, in diversen homosexuellen Lokalitäten hier. Sie unterscheiden sich nur marginal von dem was man so in Deutschland (oder sonstwo) von solchen Etablissements gewöhnt ist und konzentrieren sich größtenteils in der Reguliersdwarsstraat, der Warmoestraat und dem Zeedijk. Ich werde an dieser Stelle eine kleine Auswahl dieser Läden beschreiben. Zunächst das „ARC“ – ein Laufsteg sondergleichen, ganz schreckliche Fleischbeschau und die Leute dort sind alle so dünn! Also mager(süchtig) und gerne in teure Fetzen gekleidet auf denen dann sowas wie Gucci, Prada oder ähnliches drauf steht…. Dann das Soho, welches sehr nett ist, ein eher normales Publikum hat und von innen entfernt an einen Irish Pub erinnert. Was etwas auffällig ist, sind die sehr bezeichnenden Namen von Bars und Kneipen. Beispielsweise „Prik“, „Cockring“, „Church“ (Achtung Ironie) oder „Web“ – letzteres eine ganz üble Bummskaschemme…. Achja und es werden hier – welch Wunder – Unmengen an Drogen konsumiert und auch (öffentlich!) angeboten. Hasch in allen Formen, XTC, GBL, GHB usw.

Was allerdings wieder im positiven Sinne erstaunlich ist, wie schnell man hier Leute kennenlernt! 20 Min gechattet und 1 Stunde später sitzt man in nem Cafe (oder einem Chinesischem Restaurant) in der Innenstadt und redet über Gott und die Welt! Erlebt man daheim im Reich ja nicht so oft…

Apropos Reich 😉 bin schon verschiedentlich gefragt worden wie es denn hier mit der politischen Korrektheit stünde. Nun – besser als zuhause kann ich sagen ;-). Es gibt hier etablierte Parteien, die ganz offen fremdenfeindliche Parolen skandieren oder gerade Wahlwerbung machen mit einem Plakat (hängt an jeder Haltestelle) auf dem folgendes zu lesen steht: „Vortaan, voor iedereen die straf verdient: Straf!“ – der Inhalt dürfte sich von selbst erschließen…. Dennoch gibt es auch hier Leute die mir sagen wollen, daß ich hier in meinem Ghetto „gekleurde mee mensen“ hätte. Widerlich!Reiher - Albert Cuyp Markt

Ein anderes Kuriosum hier sind die Reiher. Das sind sozusagen die Amsterdamer Tauben (also Graureiher, Fischreiher, diese großen Vögel eben die in Deutschland sicher unter Schutz stehen, so wie auch Mopsfledermäuse, Feldhamster, Schwarzlurche und ähnliches Gewürm) – diese Viecher sind hier echte Kulturfolger und stehen zuweilen in Vorgärten herum oder durchstöbern die Märkte mitten in der Stadt.Reiher2 - Albert Cuyp Markt

Genug der Kuriositäten für heute!

Varkensgriep in Nederland en de konigin bijna dood!

Mai 9, 2009

Gestern war Königinnentag, also ein denkwürdiges Ereignis um zu berichten! Die Schweinegrippe ist außerdem in Holland angekommen und die Königin wurde beinah umgebracht. Ich weiß nicht ob schon alle davon gehört haben: es wurde ein Anschlag auf Königin Beatrix verübt, gestern morgen in Apeldoorn. Der Königin ist allerdings nichts passiert, er wurden nur 5 Schaulustige totgefahren und ein Dutzend schwer verletzt, bevor der Attentäter in seinem Kleinwagen vor einen Laternenmast fuhr. Zum Glück ist der Typ heute Nacht an seinen Verletzungen verreckt! – eigentlich eine Katastrophe. Aber hier in Amsterdam war eitel Sonnenschein und die Hölle los! Man fand die Sache mit der Königin zwar schrecklich (so man davon gehört hatte), aber Galgenhumor ist hier ja allzeit nicht weit… Zitat: „Nun, wir wären heute beinahe zur Republik geworden!“ – soviel zur Weltgeschichte ;-))
Ansonsten ist Königinnentag toll! Zig Boote auf den Grachten, Musik, lauter Verrückte. Naja und dann gibt es auch noch einen Teil für die Masse, die sogenannten „provincialen“ – die aus dem Rest des Landes nach Amsterdam kommen und sich besaufen und die Innenstadt kotzend und pissend in ein Trümmerfeld verwandeln…. Nunja, aber ich hatte ja passendere Gesellschaft gestern 😉

Ansonsten habe ich schon eine Menge neuer holländischer Wörter gelernt: lul, kont, hoer, nicht, kutnicht, hoerig, smeerlap, bezopen….. alles Wörter, die ich hier ob des expliziten Inhalts nichts übersetzen möchte ;-))) Es handelt sich dabei größtenteils um sogenannte „scheldworden“…. Wie auch immer – jedenfalls gefällt es mir hier ausnehmend gut! Fast möchte ich es mit Marlene Dietrich halten, die da gesagt haben soll „Deutschland? Nie wieder!“

Hatte auch noch keine deutschenfeindlichen Erlebnisse. Im Gegenteil, in gewissen Kreisen wird hier kolportiert, die deutschen Männer seien allesamt geile Säue – was ich hier ebenfalls nicht kommentieren möchte *g*. Nur einmal wurde mir angedroht, das man Rita Verdonk (eine ziemlich harte Einwanderungsministerin, die hier versucht hat alle Illegalen und Asylanten rauszuschmeißen ;-)) meinetwegen anrufen würde, wenn ich weiterhin so frech wäre *g*).

Allerdings gibt es andere Dinge, die einem doch seltsam erscheinen können. Beispielsweise das Brot, welches diesen Namen eigentlich nicht verdient…. Gummibrot!!!! Und es gibt keine richtigen Brötchen. Also die Aufbackdinger sind so wie in Deutschland, aber das was man sonst so bekommt hat bestenfalls Milchbrötchencharakter – obschon ein deutsches Milchbrötchen mit Sicherheit gehaltvoller ist, als dieses Zeug hier! Es lebe das deutsche Graubrot!

Auch diese Ballung von Negern in einem Stadtteil ist schon etwas merkwürdig. Aber mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt, manchmal der einzige Weiße zu sein, der in die U-bahn einsteigt oder bei Albert Heijn an der Kasse steht (ganz nebenbei – Albert Heijn ist toll (!!!) so ähnlich wie REWE, nur besser). Und die Neger sind, verglichen mit den Marokkanern, echt harmlos. Einige stehlen zwar (ich hab gehört, man kann hier von Leuten sogar Sachen „bestellen“, mit Angabe von Model und Seriennummer…) und sind oft bekifft oder handeln mit Drogen, aber die meisten in meinem Viertel sind doch wohl das, was man fast schon mittelstandsorientiert nennen könnte. Das Araber und Maghrebiner-Pack das vorallem in Amsterdam-West sitzt, ist allerdings echt gefährlich und genauso aggressiv und gruppenlastig wie die Türken bei uns….. Hab auch schon gehört, daß die hier in den Ecken wo schwule Kneipen usw. sind, vor einiger Zeit Leute angefallen und übelst verprügelt haben.

Glücklicherweise ist die Innenstadt aber für gewöhnlich sehr weiß ;-)) Segregation hat also durchaus Vorteile und die Apartheid war sicher nicht das Schlechteste!

In diesem Sinne also einen schönen 1. Mai und ein sonniges Wochenende – wo immer ihr euch befinden mögt!

Lang leve die konigin!

Deze kassa gaat sluiten!

Mai 9, 2009

Yang1

Die ersten Tage sind nun um und eine Menge ist passiert. War seit Montag an der VU (Vrije Universiteit) bzw. eher am Intistut (CAMERA = Center of Advanced Media Research). Habe hier einen Arbeitsplatz mit Rechner, nen Schlüssel bekomm ich noch. Wurde am Montag vom Institutsleiter (Peter Vorderer, der Papst der Medienpsychologie!!!) zum Mittagessen eingeladen um zu besprechen, was ich hier eigentlich tun soll. Dabei war ich dann wohl ein wenig zu aufgeregt und hab mein ganzes schönes Konzept so zu 3/4 vergessen… um gleich nen guten Eindruck zu hinterlassen ;-)) Naja. Der kümmert sich ja ohnehin nicht wirklich um mich, sondern Sonja (alias Frau Utz), eine von den vielen Deutschen hier. Das das Institut zur Hälfte aus Deutschen besteht, macht das Leben sehr viel einfacher, aber meine Niederländisch Kenntnisse, die bereits mehrfach als „fast akzentlos“ gelobt wurden, konnte ich dennoch anbringen *g*Yang2
Beispielsweise Montag Abend, als sich ein Teil des Instituts zum „borreltje drinken“ (einen trinken) auf dem Campus einfand (welcher ganz nebenbei bemerkt ein wenig an die ach so schöne Ruhr-Uni erinnert, nur kleiner und nicht am Berg). Bei diesem Gelage, hab ich dann nach der 6. Runde die geschmissen wurde aufgehört mitzuzählen und mitzutrinken, da ich sowas ja nicht gewöhnt bin – die Leute hier allerdings schon…. Jedenfalls wurde ich von Sonja sicher 10 mal als „der neue deutsche Student, der niederländisch spricht“ vorgestellt, was auch gut ankam, denn von den Deutschen am Institut können glaub ich nur 2 Niederländisch und der Rest behilft sich mit Englisch. Seltsamer Weise konnte ich von Getränk zu Getränk freier reden…. wirklichYang3 höchst interessant, wie sich die Fremdsprachenkenntnisse mit stiegendem Alkoholpegel verbessern…. Nach vier Stunden geruhte ich mich dann doch von den Zechenden zu entfernen. Habe an dem Abend aber so einiges über „die Holländer “ erfahren, was sicherlich später noch Erwähnung finden wird. Indes, die meisten sind das, was man hier „gezellig“ nennt.

Was mein Privatleben betrifft, von dem ich unter der Woche eigentlich keines habe, da ich ja von 10-17:00 am Institut bin, gibt es eigentlich wenig zu berichten, bis auf einen marokkanischen Eventmanager, der mich ständig treffen will und findet das ich ja so tolle blaue Augen hätte, naja… Die Kerle – alle gleich! 😉

Meine beste Freundin ist mittlerweile Yang (die dicke Katze von der ich bereits berichtete) geworden! Yang hat immerzu Hunger und schnurrt so lange bis man ihr dann doch was gibt. Am liebsten sitzt sie am Fenster oder turnt auf dem Fensterbrett (ungesichert, 7. Stock) herum, wobei ich mich immerzu frage, was wohl wäre, wenn das verfressene Tier irgendwann mal das Gleichgewicht verliert….  😉  Yang4